| Bogenentwertung |
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| Samstag, 20. September 2008 um 14:51 |
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Wer bei der Postphilatelie gestempelte Neuheiten ordert, erhält Bogenentwertungen. Die Zehnerbogen, Markenheftchen, Blocks und Ganzsachen werden in einem Druckverfahren unter Verwendung von Klischees maschinell „gestempelt“. Dies lässt sich an der stets gleichmäßig dunklen, matten Einfärbung der Stempelgebilde unschwer erkennen. Den Anfang bei dieser Bogenentwertung machten Sortimente gestempelter Marken, die die damaligen Versandstellen in Berlin und Frankfurt Ende der sechziger und Anfang der siebziger Jahre zeitweilig als Ausgleich für die Bearbeitungsgebühr den Sendungen beifügten. Damals hieß es in den Bezugsbedingungen unter VI. Kostenbeiträge unter anderem: „Der Kostenbeitrag beträgt bei Einzelbestellungen und bei Lieferungen im Dauerbezug für jede Lieferung l DM. Für diesen Kostenbeitrag werden den Sendungen gestempelte Wertzeichen nach Wahl der Versandstelle beigefügt...“. Die Markenbeilagen waren mit einem Klischee-Viertelstempel versehen. (BUN00056) Nach genereller Einführung der Klischee-Entwertung ergab sich beim Kundenwunsch „Vollstempel“ ein Problem: Der Tagesstempel - überwiegend mit dem Datum des Ersttages - ging vor allem bei kleinformatigen Dauermarken und Sondermarken im Standardformat auf Nachbarmarken über, die dadurch unschöne Stempelfragmente aufwiesen. Sie waren für Sammelzwecke unbrauchbar und wurden deshalb mit einem Andreaskreuz, das in die Klischeeplatte integriert war, annulliert. Sie waren auszusondern und zu vernichten. Versehentlich sind Marken mit Andreaskreuz-Annullierung ausgeliefert worden. (BUN01122) Zugleich wurde die Reihenwertzahl in der rechten oberen Ecke der damaligen Großbogen zu 50 oder 100 Stück, die den Gesamtpostpreis des Bogens bezeichnet, auf den Wert der verwertbaren Marken korrigiert. Solche Eckrandstücke mit korrigiertem Bogenwert auf dem Bogenrand werden von Spezialisten gesucht. (BUN01099) Bei einem mir vorliegenden waagerechten Dreierstreifen der Marke zu 80 Pfennig „500. Geburtstag Ulrich von Hütten“ (Bund Mi.-Nr. 1364) mit Frankfurter Klischee-Entwertung „ez“ sieht man sehr schön die Folge von Stempel, Andreaskreuz und Stempel. Ungewöhnlich ist allerdings die Tatsache, dass der eine der beiden Stempel das Datum des Ersttages 14.-4.88-12, der andere jedoch das Datum 18.2.88-12, also das Datum der Neuheitentranche des Monats Februar 1988 aufweist. Hier liegt eindeutig ein Versehen bei der Zusammenstellung der Klischees vor. Der Sammler freut sich über diesen Fehler und die Tatsache, dass zudem die Marke mit Andreaskreuz ausgeliefert wurde. Briefmarkenspiegel 08/06 |
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