| Die Aushilfsausgaben mit Aufdruck "Sowjetische Besatzungs Zone" |
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| Samstag, 20. September 2008 um 15:21 |
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Insgesamt 22 Briefmarken der „Gemeinschaftsausgaben der Alliierten“ und die Briefmarken der „Alliierten Besetzung Berlin Brandenburg“ mit Aufdruck „SOWJETISCHE BESATZUNGS ZONE“ lösten die Provisorien mit Bezirkshandstempelaufdruck ab und dienten als Aushilfsausgabe zur Überbrückung bis zur Herausgabe der Freimarkenserie „Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Wissenschaft“ in der SBZ. Die damaligen immensen logistischen und produktionstechnischen Schwierigkeiten einschließlich der Auswirkungen der politischen Großwetterlage werden durch die Akten des ehemaligen „Ministeriums für Post- und Fernmeldewesen“ der DDR erlebbar. Einzelne Aspekte aus den Akten zu dieser Aushilfsausgabe haben Peter Fischer und Alfred Peter in ihrer Folge „Was nicht im Katalog steht“ schon Mitte der neunziger Jahre in der Zeitschrift „DBZ/Sammlerexpress“ veröffentlicht. In diesem Beitrag wird nunmehr versucht, diese Aushilfsausgabe entsprechend dem jetzigen Forschungsstand zu würdigen bis zu Fragen der Prüfung. Nicht zuletzt geschieht diese Würdigung mit Blick auf die Katalogisierung dieser Aushilfsausgabe im MICHEL- Deutschland-Spezial. Erster Hinweis in den postamtlichen Akten Schon im Januar 1948 sah sich die Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen der SBZ veranlasst, in einem Schreiben an die OPDn darauf hinzuweisen: „Da nicht ausgeschlossen ist, dass im Falle einer Währungsreform neue Postwertzeichen herausgegeben werden und die Möglichkeit besteht, dass die neuen Wertzeichen nicht rechtzeitig geliefert werden, empfiehlt es sich, die PAnst vorsorglich darauf hinzuweisen, dass g. F. weder die OPDn noch die PAnst noch Außenstehende Not- oder Ersatzpostwertzeichen irgendwelcher Art herausgeben dürfen“. Die Post wollte offenbar unbedingt die nochmalige Herausgabe von Lokal- und OPD Ausgaben verhindern. Als am 18. Juni 1948 eine Währungsreform für die westlichen Besatzungszonen verkündet wurde, war der Tag „X“ gekommen. Hektische Aktivitäten Ein Mitarbeiter der Zentralverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen der SBZ unternahm am 20. und 21. Juni eine Dienstreise nach Leipzig mit dem Auftrag, „Besprechungen mit der Firma Giesecke und Devrient über die Herstellung von Überdruckmarken, allgemeine- und Sonderpostwertzeichen zur Herbstmesse 1948“ zu führen, wie es im Bericht zu dieser Dienstreise heißt. Im Bericht ist weiter festgehalten: „Trotz der Differenzen, die sich im Zuge unserer letzten Zusammenarbeit (Messemarken Frühjahr 1947) ergeben hatten, ließ der Vertreter der Firma G. u. D. eine gewisse Bereitwilligkeit zur Mitarbeit erkennen“. Zu den „Überdruckmarken“ erklärte die Firma Giesecke und Devrient, dass sie in der Lage wäre, die technischen Voraussetzungen innerhalb von drei Tagen zu schaffen. „Verzögerungen könnten lediglich dadurch entstehen, dass die örtliche SMA die Verwendung der Druckmaschinen nicht sofort genehmigen könnte, was jedoch bei rechtzeitiger und geschickter Verhandlung lösbar ist“. Am 22. Juni wurde der Leiter der OPD Leipzig fernmündlich beauftragt, dass die Firma Giesecke und Devrient den Überdruck der jetzt gültigen Postwertzeichen vorbereitet. Der Leiter der OPD Leipzig wurde bevollmächtigt, einen entsprechenden Druckauftrag zu erteilen. Der Druckauftrag erfolgte mündlich. Der Druckauftrag in Schriftform wurde nachgeholt und trägt das Datum 6. Juli 1948. Sollte es Schwierigkeiten mit der Bereitstellung der Druckmaschinen geben und eine Vorstellung bei der örtlichen SMA-Dienststelle keinen Erfolg haben, wurde festgelegt: „So sei unverzüglich Herr Präsident Dr. Schröder fernmündlich zu verständigen, der dann e. F. über Karlshorst die Genehmigung zur Freigabe erwirken würde“. Dr. Schröder war der Präsident der Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen. In Berlin-Karlshorst befand sich das Oberkommando der Sowjetischen Truppen in Deutschland. Ferner wurde mitgeteilt: „..., daß es beabsichtigt sei, beim Postamt Leipzig N 18 eine Wertzeichenausgleichsstelle zu schaffen... „ und der Überdruck hat zu lauten „Sowjetische Besatzungszone“. Am 23. und 24. Juni erfolgte eine weitere Dienstreise eines Beauftragten der Zentral- verwaltung für Post- und Fernmeldewesen nach Leipzig, um sich “über den Stand der Arbeiten für die Herstellung, Verteilung und Auslieferung der neuen Überdruckmarken bzw. der neuen Verkehrsausgabe „ zu informieren. Es wurden die ersten Andrucke vorgelegt mit dem Überdruck - SOWJETISCHE BESATZUNGS ZONE – Entgegen den grammatischen Regeln wurde von der Firma G. & D. diese Form gewählt wegen der graphischen Wirkung. Von dem Beauftragten wurde dies letztlich akzeptiert, weil eine Veränderung der Druckplatten eine Verzögerung des Druckbeginns um 24 Stunden bedeutet hätte. In allen Dokumenten, die sich mit dieser Aushilfsausgabe befassen, ist immer die grammatisch richtige Schreibweise „Sowjetische Besatzungszone“ verwendet worden. Die Probedrucke erfolgten in roter und schwarzer Farbe. Da die Probedrucke in roter Farbe keine bessere Wirkung erzielten, entschied der Beauftragte, sämtliche Überdrucke in schwarzer Farbe ausführen zu lassen. Probedrucke in roter Farbe sind in wenigen Exemplaren von der Wertstufe 2 Pf (Mi.-Nr. 182) bekannt. Diese sollten im Michel-Deutschland-Spezial unter Probedrucke registriert werden. Am 24. Juni um 11.00 Uhr ist mit dem Überdruck der Marken begonnen worden. Es wurde mit einer Tagesleistung von 30.000 Bogen kalkuliert. Der nach den grammatischen Regeln falsche Aufdruck „Sowjetische Besatzungszone“ ist natürlich aufmerksamen Sammlern nicht verborgen geblieben. Ein Philatelist schrieb an den „Sammler Express“: „Soeben habe ich die erste Überdruckmarke unserer Zone gesehen und es drängt mich, Dir liebe Zeitschrift meinen Schmerz auszudrücken. Ich bin nicht nur Sammler sondern auch Neulehrer. Muss ich mich da nicht schämen, wenn eine amtliche Stelle eine Briefmarke schafft, die einen groben Fehler enthält? Was sollen unsere ausländischen Freunde von uns denken? Der Aufdruck konnte entweder lauten: Sowjetische Besatzungszone oder Sowjetische Besatzungs-Zone. Im letzten Falle durfte selbstverständlich der Bindestrich nicht weggelassen werden, was nun allerdings geschehen ist...“ Markenbestand, Markenbedarf und Markenerfassung Parallel zu den Aktivitäten in der Druckerei wurden ab dem 20. Juni die in den Wertzeichen-verteilämtern vorhandenen Postwertzeichen erfasst. Der Bogenbestand wurde mit 4.767.073 Bögen errechnet. Dieser Bogenbestand hatte die Kontrollratsausgaben von 2 Rpf bis 5 RM zum Inhalt. Ebenfalls erfasst wurden die Postkarten, Wertkarten und Hannover Messemarken. Der monatliche Markenbedarf wurde mit 3.000.000 Bögen errechnet: „Der monatliche Bedarf der Sowjetzone an Postwertzeichen mit dem Aufdruck „Sowjetische Besatzungszone“ kann nur roh geschätzt werden, weil kein Anhalt dafür besteht, welche Änderungen sich infolge der veränderten Währungsverhältnisse hinsichtlich der Bestellungen und Käufe von Briefmarken ergeben werden“. Der Markenbedarf für Berlin konnte nicht bogenweise angegeben werden. Es wurde ein Wert von 2.000.000,- RM geschätzt. Die Bestände der Wertzeichenverteilämter in der SBZ wurden zum Postamt Leipzig N 18 geschafft. So ist zu lesen mit Datum 24. Juni: „Vom PA Berlin W 8 sind heute Vormittag 220 Pakete Postkarten und 60 bis 70 Pakete Postwertzeichen mit einem Kraftwagen HV PF (Phäno)für die Beförderung nach Lzg N 18 (Wertzeichenausgleichsstelle) abgeholt worden. Der Wagen ist bis Potsdam von einem Angestellten der HV PF und von Potsdam von einem Angestellten des Postamts Potsdam begleitet worden. Da das Fahrzeug noch aufnahmefähig war, wurde die Mitnahme weiterer Postwertzeichen von der Wertzeichenverteilstelle Potsdam und dem PA Luckenwalde vorgesehen“. Einschätzung der Situation am 26.Juni Vom 24. Juni 11.00 Uhr bis 25. Juni Vormittag wurden 20.000 Bögen überdruckt. Die tägliche Leistung sollte aber 30.000 Bögen betragen. Am 26. Juni früh wurden die Angaben bestätigt. Es wurde trotzdem optimistisch eingeschätzt, dass „eine laufende Versorgung der Zone und Groß Berlins vom 1.7.48 als völlig gesichert“ erscheint. Am 26. Juni nachmittags wurde jedoch eingeschätzt, dass es nur möglich sei, in drei Tagen 70.000 Bögen zu bedrucken. Ursache sei die Klammerung, Wölbung sowie die zum Teil schief geschnittenen Bögen, die einen glatten Arbeitsgang behinderten. Die Makulatur wurde mit 10 bis 20 % beziffert. Trotz dieser Schwierigkeiten wurde am Nachmittag weiterhin eingeschätzt: „..., daß trotzdem vom 1.7.48 an alle PAnst der Sowjetzone und des sowjetischen Sektors von Berlin mit der Abgabe dieser Postwertzeichen beginnen könnten. Da jedoch am 29.6.48 nur ungefähr 50.000 Bögen insgesamt zur Abgabe bereitliegen werden bleibt es zweifelhaft, ob eine gleichmäßige Belieferung aller Postanstalten vom 1.7. an gewährleistet werden kann“. Ringen um Ausgabetag l. Juli Der Mitarbeiter der Zentralverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen verblieb in Leipzig und wurde beauftragt in eigener Verantwortung am 28.6.48 die Angelegenheit an Ort und Stelle zu prüfen und bis 16.00 Uhr fernmündlich, mitzuteilen, ob die getroffene Regelung für den 1.7.48 aufrechterhalten werden kann. Im Weiteren wurde festgelegt: andernfalls ist beabsichtigt, den Termin vom l. auf den 5.7.1948 hinauszuschieben und dies am 28.6.48 den OPDn durch Fernschreiben noch zur Kenntnis zu geben. Ferner wäre dann auch die Abholung der Postwertzeichen vom 28.6. auf den 2.7. hinauszuschieben“. Der Entwurf eines Fernschreibens zur Abholung der Briefmarken am 29.6. ist in den Akten enthalten. Es wurde durchgestrichen mit dem Vermerk „Geht nicht ab“. Am 29. Juni waren 91.000 Bögen und 36.000 Postkarten überdruckt und es hieß: „Die Tagesleistung der Firma Giesecke & Devrient wird für den Überdruck der Postwertzeichen 30.000 Bögen und der Postkarten 30.000 Stück bis 3.7. und 50.000.Stück (Postkarten) ab 5.7. betragen. Mit dieser Produktionsziffer könne unbedingt gerechnet werden, sodass die ausschließliche Verwendung dieser überdruckten Bildermarken vom 1.7.48 veranlasst werden kann“ (Fettdruck vom Verfasser). Am 29. Juni sind die OPDn durch Fernschreiben angewiesen worden, die Abholung und Verteilung der Postwertzeichen sofort durchzuführen und bis zum 30.6.1948 14.00 Uhr die Durchführung fernmündlich zu melden. Das Fernschreiben hatte folgenden Wortlaut: „Postwertzeichen mit Aufdruck Sowjetische Besatzungszone nach Verabredung mit OPD Leipzig, Fernsprechnebenstelle 477, noch heute von der Wertzeichenausgleichsstelle Leipzig N 18 abholen. Gleichmäßige Verteilung auf alle PAnst des Bezirks bis 30.6.48 12 Uhr sicherstellen. Laufende Zuführung überdruckter Postwertzeichen mit OPD Leipzig und Wertzeichenausgleichsstelle Leipzig N 18 regeln. Vollzug dieser Anordnung bis 30.6.4814.00 Uhr fernmündlich an HV PF, Fernsprech-nebenanschluß 1063, melden“. Inwieweit am 30.6.48 bis 14.00 Uhr Vollzug gemeldet wurde, ist in den Akten nicht nachzulesen. Jedenfalls hat die Zentralverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen den l. Juli als Ausgabetag nicht halten können wie wir heute wissen. Am Abend des 30. Juni hatte man offenbar immer noch keinen Überblick, ob die Postämter mit den Überdruckmarken ausgestattet waren. Die Mitarbeiter der Zentralverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen griffen am l. Juli selbst zum Telefonhörer. Die Telefonaktionen am l. und 2. Juli Am l. Juli wurden Postämter im gesamten Gebiet der Sowjetischen Zone angerufen. OPD Potsdam: In Berlin hatten von 28 Hauptkassenämtern 24 die Postwertzeichen abgeholt. Die verbliebenen vier Hauptkassenämter sollten die Marken am 2. Juli früh empfangen. Es wurde festgelegt: „Zur Überprüfung der Verteilung der überdruckten Postwertzeichen werden am 2.7. um 8.00 Uhr angerufen a) die OPDn.......... b) die Postanstalten........“ Es folgt eine Übersicht der anzurufenden Postämter gelistet nach OPDn für den 2.Juli. Sogar die handschriftlichen Notizen zu den Anrufen sind in den Akten enthalten. Insgesamt konnte wohl eingeschätzt werden, dass im Laufe des 2. Juli die Postämter der SBZ flächendeckend mit Überdruckmarken ausgestattet sind. Nur im „Hallenser Bezirk“ gab es offenbar noch Probleme: „Nach mehreren Gesprächen, in denen stets auf Unstimmigkeiten hingewiesen wurde, die durch Anrufe von PA im Hallenser Bezirk festgestellt wurden, verbürgte sich Herr Zander dafür, dass alle PAnst des Bezirks noch im Laufe des Abends bzw. der Nacht mit Postwertzeichen beliefert würden“. Diese „Unstimmigkeiten“ sind in der Tat philatelistisch belegt. Nur aus dem Hallenser Bezirk gibt es zweifelsfreie Vorverwendungen von Postwertzeichen mit Aufdruck „Sowjetische Besatzungszone“. Der im MICHEL-Deutschland-Spezial nachzulesende Ausgabetag „1948, 3. Juli Freimarken Alliierte Besetzung....“ ist korrekt bis auf die Wertstufe zu 8 Pf. Diese wurde nach den Akten vom Wertzeichenausgleichsamt Leipzig N 18 erst ab dem 4. Juli an die Wertzeichenverteil-ämter versandt. Die Aushilfsausgabe löste die „Bezirksaufdruckmarken“ ab. Diese blieben noch zum Frankieren gültig bis zum 10. Juli 1948. Somit gibt es Mischfrankaturen zwischen den Währungsprovisorien und der Aushilfsausgabe. Die Staatsdruckerei liefert nicht mehr Der Druck der Kontrollratsausgabe „Bilderserie“ in der Staatsdruckerei – ehemals Reichsdruckerei -, gelegen im Amerikanischen Sektor von Berlin, lief weiter. Mit den produzierten Teilauflagen wurden im überwiegenden Maße die Aushilfsausgaben „Posthörnchen zwischen Bandleisten“, „Posthörnchen netzartig über gesamte Markenfläche“, „Berlin“ und „Sowjetische Besatzungszone“ hergestellt. Die Forderungen an die Staatsdruckerei für die Monate Juli und August 1948 sind ebenfalls in den Akten enthalten. Die benötigten Wertstufen wurden auf der Grundlage von Erhebungen über den Markenverbrauch in den Monaten Januar bis März 1948 in der SBZ errechnet. Zum Beispiel betrug der monatliche Bedarf bei den am häufigsten gebrauchten Wertstufen nach dieser Erhebung: Es wurden die vorhandenen Bestände erfasst, die jeweils eine Million überschritten. Es waren letztlich die Marken, die dann mit dem Aufdruck „Sowjetische Besatzungszone“ verausgabt wurden. Die Ausgabe der Dauerserie „Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Wissenschaft“ war für den l. Oktober 1948 geplant. Ende August waren die Bestände der „Pfennigwerte der Bilderserie“ aufgebraucht bzw. waren mit dem Aufdruck „Sowjetische Besatzungszone“ versehen und es drohte ein Produktionsstillstand. In aller Eile wurde vom Postamt Berlin W 8 der Bestand an 6 Pf-Bärenmarken angefordert und 8 Millionen Stück 8 Pf- Bärenmarken. Aus dem Bestand der OPD Leipzig waren es 2 Millionen Stück 84 Pf- Ziffernmarken. Zunächst sollten 48.000 Bögen der 6 Pf-Bärenmarke, 10.000 Bögen der 8 Pf-Bärenmarke und 20.000 Bögen der 84 Pf- Ziffernmarke wie bisher überdruckt werden. In Erweiterung des Druckauftrages vom 6. Juli 1948 wurde angeordnet: „Ferner werden Ihnen 70.000 Bögen der 8 Pf-Bärenmarke zugehen, die außer diesem Aufdruck noch zweimal als Überdruck die Wertangabe „12“ erhalten müssen. Der Aufdruck würde folgendermaßen anzuordnen sein“: SOWJETISCHE Marken mit solchem Aufdruck sind wie wir wissen, nicht verausgabt worden. Bis heute sind auch keine Probedrucke bekannt geworden. Es heißt noch in dem Dokument: „Voraussichtlich werden weitere Überdruckaufträge dieser Art folgen“. Um den Bedarf der Postwertzeichen zu 6 Pf zu senken, wurde auch darüber nachgedacht, die Postanstalten anzuhalten: „Drucksachen, die in größerer Menge zur Auflieferung gelangen, der Postfreistempelung zuzuführen. So dann könnte der Bedarf an Postwertzeichen bis Ende September wie folgt befriedigt werden“: 6 Pf-Bärenmarke: 4,8 Millionen Stück Diese Prognose entsprach ebenfalls nicht der Wirklichkeit. Letztendlich wurden auch noch Ziffernmarken in den Wertstufen 5 Pf, 30 Pf, 45 Pf und 75 Pf und Postkarten der Bärenausgabe mit dem Aufdruck „Sowjetische Besatzungszone versehen. Siegfried Paul |
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