Ein (fast) vergessenes Jubiläum:
70 Jahre „Tag der Briefmarke“ in Deutschland (Kategorie in unserem Shop)
Die Idee zu einem alljährlichen „Tag der Briefmarke“ stammt aus Deutschland: Major a. D. Hans von Rudolphi, Pressechef der großen Briefmarken-Weltausstellung IPOSTA 1930 in Berlin, gilt als der Initiator. Er sah sich auch selbst in dieser Rolle und formulierte sie in seinem Fachbeitrag zum „Tag der Briefmarke 1939“ in der Zeitschrift „Die Post“ (11/1939) wörtlich so: „Es war genau vor fünf Jahren, als ich - und ich glaube auch als erster - den Gedanken vom, „Tag der Briefmarke“ in die Debatte warf.“ In der Tat, auf dem 40. Deutschen Philatelistentag 1934 in Danzig trug v. Rudolphi seine Gedanken zu einem „Tag der Briefmarke“ erstmals öffentlich vor und traf dabei auf eine breite Zustimmung.
Gute Ideen haben „viele Väter“
Freilich sahen sich v. Rudolphi und andere ihm wohlgesonnene Protagonisten seiner Zeit immer wieder Hinweisen ausgesetzt auf Veranstaltungen ähnlicher Art in anderen Ländern aus den Jahren vor 1936. So gab es beispielsweise in Ungarn bereits im September 1924 einen „Philatelistentag“ (MAGYAR FILETALISTA NAP), dem weitere alljährlich folgten. In den Vereinigten Staaten wurde im November 1935 erstmals eine „National Stamp Week“ durchgeführt, die in den Folgejahren in „National Philatelie Week“ (1936) bzw. „International Philatelie Week“ (1937-1940) umfirmiert wurde. Auf dem FIP-Kongress 1937 in Paris beanspruchte der Delegierte aus Brasilien das „Erstgeburtsrecht“ für sein Land. In Russland, Mexiko, Belgien und vielleicht noch in weiteren Ländern soll es bereits vor 1936 „Tage der Philatelie“ oder ähnliches gegeben haben. Nachprüfungen und -forschungen von Spezialisten haben bislang allesamt zu dem Ergebnis geführt, dass es sich dabei zwar um begrüßenswerte Philatelistentreffen oder -tage gehandelt haben dürfte, doch niemals um Veranstaltungen mit größerer Publizität nach außen im Sinne von Rudolphi. Ein wenig Pech hatte von Rudolphi aber dennoch. Denn es waren aktive Sammler aus Österreich unter Führung ihres Verbandspräsidenten Ludwig Heßhaimer, die seine Idee als erste in die Tat umgesetzt haben: Am l. Dezember 1935 veranstalteten sie im Wiener „Museum für Kunst und Industrie“ eine Sonderausstellung zum „Tag der Briefmarke“. Es war und bleibt die Weltpremiere!
Fünf Wochen später, am 7. Januar 1936, folgten die deutschen Sammler und feierten in Berlin sowie in weiteren Städten des Reiches ihren „Tag der Briefmarke“. Fritz Kloppe, Erich Mohnke und Kurt Dahmann (der letzte „Zeitzeuge“, der erst im vergangenen Jahr im Alter von 89 Jahren starb) inszenierten in den Berliner Zoo-Festsälen ein Sammlerfest „vom Feinsten“. Der Briefmarkensammler-Verein in Aschersleben lud am 7. Januar seine Mitglieder, Ehrengäste und Freunde zu einem Festabend im Rathaussaal der Stadt ein. Den Festvortrag hielt kein Geringerer als Paul Koch. Er war zwar politisch und geschäftlich recht umstritten, aber ein großer Förderer der Idee von Hans v. Rudolphi. Koch stellte nicht nur die bekannten „Ka-Be-Alben“ (Komet mit Schweif) her, sondern fabrizierte auch die Sonderpostkarten des Reichsverbandes zum „Tag der Briefmarke“ 1936 und 1937. Sein Firmenfreistempel zum „Tag der Briefmarke“ 1936 in Aschersleben ist heute sehr begehrt und zählt zu den Seltenheiten auf diesem Spezialgebiet.
Internationale Anerkennung
Nach dem viel versprechenden Start des „Tag der Briefmarke“ an mehreren Orten in Deutschland horchte auch das Ausland auf. Fritz Kloppe und Kurt Dahmann fuhren als Beauftragte des „Reichsbundes der Philatelisten“ im August 1936 nach Luxemburg zum 11. Weltkongress der FIP (Föderation Internationale de Philatelie). Dort trugen sie mit großem Erfolg ihren Vorschlag vor und ernteten dafür (mit Ausnahme von Österreich) einhellige Zustimmung. Der Siegeszug für einen „Tag der Briefmarke“ rund um den Globus konnte beginnen: Holland und Schweiz (1937), Finnland und Frankreich (1938), Ungarn, Dänemark und Luxemburg (1939) usw.: Sondermarken, Sonderschauen und vielfältige weitere Aktivitäten verkündeten alljährlich - vielfach bis zum heutigen Tag - den besonderen Reiz des spannenden und kultivierten Hobbys „Philatelie“. Auf dem FIP-Kongress 1936 in Luxemburg wurde auch beschlossen, als jährlichen Termin für alle Länder einheitlich jeweils den ersten Sonntag nach dem 7. Januar (Geburtstag des früheren Generalpostmeisters Heinrich von Stephan) festzulegen. Dieser Termin wurde aber im Laufe der Jahre wieder aufgegeben. Ein Sonntag im Oktober fand mehr und mehr die allgemeine Zustimmung. In Deutschland hielt man aus verständlichen Gründen an dem in Luxemburg gemeinsam beschlossenen Termin fest. Schneller als gedacht trat der „Tag der Briefmarke“ in das Bewusstsein der Öffentlichkeit, was auch von den Nationalsozialisten erkannt und voll ausgenutzt wurde.
Ideologisierung im Dritten Reich
So stellte die NSDAP den „Tag der Briefmarke“ immer deutlicher in den Dienst ihrer Partei und in die Ideologisierungsanstrengungen des NS-Staates. Der Druck auf die Sammlerschaft wurde immer stärker, WHW-Marken als Frankatur für ihre Sendungen zum „Tag der Briefmarke“ zu verwenden. Die Zahl der Sonderstempel wuchs zu diesem Zweck ins schier Unermessliche. Sonderpostkarten (Ganzsachen) mit Zuschlag für das WHW kamen hinzu und schließlich (ab 1941) Sondermarken speziell zum „Tag der Briefmarke“. (DER00292) Mit den Zuschlagserlösen sollten das „Winterhilfswerk“ und der „Kulturfonds“ des Führers unterstützt und gefördert werden, „um den schaffenden Menschen zu helfen und ihren Feierabend zu verschönern“ (O-Ton von Reichssammlerwart Ernst Overmann)!
Sammler und Händler, die sich über diese „Zwangsabgaben“ durch die vorgeschriebene Verwendung von WHW-Zuschlagsmarken bei der Reichspost beschwerten, erhielten in aller Regel zur Antwort, dass „die gewöhnlich mit 3 Rpf. Frankierten Massensendungen nur einer Spekulation dienlich seien und das jeweilige Sonderpostamt damit völlig überlastet werde“. Der „Reichsbund“ setzte aber noch eins drauf und verkündete vollbrüstig: „Wir wollen dem WHW geben, was des WHW ist und Opfersinn für einen guten Zweck beweisen!“. (DER00043) Wo auch immer diese Opfer der spendenfreudigen Deutschen gelandet sein mögen, ein Beispiel aus den letzten Tagen des Dritten Reiches spricht Bände. Zufällig entnommen aus dem „Tagebuch eines Botenjungen im Führerbunker“ („Der letzte Befehl“, Bastei-Lübbe-Verlag 2005). Darin wird authentisch die bedrückende Stimmung in den „Katakomben der Reichskanzlei“ in den letzten Apriltagen 1945 geschildert. Da ist zu lesen, dass Hitler bei einem „Empfang“ zu seinem letzten Geburtstag am 20. April „mit zitternder Hand“ einen Scheck der Waffen-SS in Höhe von über l Million Reichsmark entgegengenommen habe, der als „großzügige Spende“ für das WHW gedacht war. Und das wenige Tage vor dem „Untergang“!
Im Jahr 1941 wurde der „Reichsbund“ vollends in die Nazi-Organisation „Kraft durch Freude“, einer Freizeitorganisation der Pseudogewerkschaft „Deutsche Arbeitsfront“, eingegliedert. Die Reichspost brachte die erste Sondermarke zum „Tag der Briefmarke“ heraus. (DER00251) Dazu gab es Sonderstempel in über 150 Orten des Großdeutschen Reiches mit teilweise bis zu zehn verschiedenen militärischen Motiven. Gestaltet, wie auch viele WHW- Marken, Sonderblätter und -postkarten, von Werner Axster Heudtlass, einem SA-Offizier hohen Ranges! In einem Artikel zum „Tag der Briefmarke“ im „Deutschen Sammler“ fragte sich auch Hans von Rudolphi: „Ja sollen wir denn überhaupt in einer Zeit wie der unsrigen, wo die Geschütze donnern, die Motoren der Bombenflugzeuge dröhnen und die U-Boote die Meere durchwühlen, den „Tag der Briefmarke“ wie in den früheren Jahren noch begehen?“. Und er hatte auch die Antwort darauf parat: „Ja, jetzt erst recht, sollen und wollen wir ihn haben, ist doch gerade diese Veranstaltung ein Beweis der ungebrochenen Kraft der inneren Front unseres Volkes“.
Weitere Sondermarken zum „Tag der Briefmarke“ erschienen in den Jahren 1942-1944, die letztere aus dem Jahr 1944 als einzige mit der Inschrift „Großdeutsches Reich“. (DER00354) Die Markenmotive waren posthistorisch und volkstümlich. Schließlich sollten diese Marken in großer Zahl gekauft werden, um Spendenbeiträge für das KdF-Gemeinschaftswerk einzufahren. Betrug doch die Zuschlagshöhe dieser Sondermarken jeweils das Vierfache vom Nominalwert!
Der neue Anfang
Mai 1945: Deutschland lag weitgehend in Schutt und Asche, jegliche eigene staatliche Ordnung war zerschlagen und verboten. Briefmarken besaßen zu jener elenden Zeit einen erstaunlich hohen Stellenwert: weil andere Werte zerstört waren oder fehlten, oder weil die Briefmarke noch ein kleines Stück nationaler Identität vermittelte. Welche Gründe es auch immer gewesen sein mögen, die Philatelie „boomte“: Vereine schossen aus dem Boden, der Fachhandel florierte, man kaufte und tauschte wie verrückt. Neue Briefmarken gab es in Mengen: Lokalausgaben, Zonenmarken, Länderausgaben und ab Februar 1946 die Kontrollratsausgaben. Tauschtage, Ausstellungen und „Tage der Briefmarke“ waren zu allen möglichen Anlässen und Terminen angesagt. Sondermarken zum „Tag der Briefmarke“ blieben aber zunächst rar. Nur eine Lokalausgabe aus Cottbus (17. Januar 1946) und eine Sondermarke aus der SBZ (23. Oktober 1948) sind bis Jahresende 1948 bekannt geworden. Mit der staatlichen Neuordnung auf deutschem Boden im Jahr 1949 trat eine deutliche Wende ein. Die Gründung der Bundesrepublik Deutschland mit dem Sonderstatus Berlin (West), die Bildung der DDR und die wirtschaftliche Ausgliederung des Saarlandes (1947-1956) führten - vor allem in den 50er Jahren - zu einer wahren Flut von Sondermarken zu den „Tagen der Briefmarke“
Es entstand geradezu ein Wettlauf unter den genannten Postverwaltungen, insbesondere denen an der Saar und an der Spree. Die Motive ähnelten oder wiederholten sich: Postkutsche, Postreiter, Briefträger und Brieftauben, in der Regel alle bildhübsch gestaltet. (SAA00031) , (SAA00055)
Die Deutsche Bundespost verhielt sich mit einigen wenigen Ausgaben zum „Tag der Briefmarke“ bis zum Jahr 1975 sehr zurückhaltend. Anders dagegen die DDR: Sie brachte alljährlich bis 1990 mindestens eine Sondermarke zum „Tag der Briefmarke“ oder zu einer philatelistischen Großveranstaltung heraus, wobei ab 1971 der Anlass in „Tag der Philatelisten“ umbenannt wurde.
Die Wiedergeburt 1975
Knapp 40 Jahre nach seiner Geburtsstunde in Berlin erlebte der „Tag der Briefmarke“ seine Renaissance - wiederum in Berlin. Eifrige Geburtshelfer waren „Spitzenmanager“ im Bund Deutscher Philatelisten“, allen voran der damalige BDPh-Vizepräsident Hans Paikert. Sie gaben am 21. September 1975 beim 76. Philatelistentag in der Berliner Kongresshalle das Startzeichen zur alljährlichen bundesweiten Aktion „Tag der Briefmarke“. Von nun an feiern die Philatelisten in unserem Land Jahr für Jahr ihren Festtag. Zu diesem Anlass widmet die Deutsche Post regelmäßig allen Sammlerinnen und Sammlern eine eigene Sondermarke. Im Jahr 1977 startete die Deutsche Philatelisten-Jugend mit einem „Tag der Jugendphilatelie“ in Bottrop eine eigenständige Initiative, aus der sich dann sehr erfolgreich ein alljährlicher „Tag der jungen Briefmarkenfreunde“ entwickelte.
Unserem heutigen BDPh-Ehrenpräsidenten und Vorsitzenden des „Consilium Philatelicum“, Dr. Heinz Jaeger, ist es vor allem zu verdanken, dass es im Jahr 1979 - im Vorfeld zum
FIP-Kongress 1980 in Essen - ein besonderes „Schmankerl“ der Deutschen Bundespost zum „Tag der Briefmarke“ gab: Den ersten „Zehnerbogen“ der Bundespost. Dazu in einer hervorragenden Gestaltung, mit einem dekorativen, überbreiten Rand und einem prächtigen Motiv, dem Posthausschild von 1754 aus Altheim (Saar). (BUN00494) Die im Jahr 1978 in Frankfurt am Main neu gewählten „PR-Manager“ des BDPh, Wolfgang Maassen, Wilhelm van Loo und Reiner Wyszomirski begriffen die Situation sofort und „vermarkteten“ diesen Zehnerbogen „auf Teufel komm heraus“. Mit dem Erfolg, dass er (bei einer Rekordauflage für Zuschlagsmarken von nahezu drei Millionen Bogen) schon nach wenigen Tagen an den Postämtern ausverkauft war und danach spekulative Gewinne cleveren Sammlern und Händlern einbrachte! Mit dem „Postkutschen-Pärchen“ zur „MOPHILA '85“ in Hamburg gelang Dr. Heinz Jaeger wenige Jahre später ein weiterer „Coup“. (BUN00057)
„Für die Briefmarke“
Das Jahr 2000 brachte in Deutschland einen tiefen Einschnitt in die traditionsreiche Geschichte des „Tag der Briefmarke“. Mit der Argumentation, die Themen und Motive der Sondermarken zum „Tag der Briefmarke“ seien „betulich“, kippte der damalige Leiter des Fachreferates „Postwertzeichen“ im Bundesfinanzministerium, Ministerialrat Kurt Rekittke, dieses bei Sammlern und Postkunden gleichermaßen beliebte Thema - trotz aller Beschwerden und Proteste aus den Reihen der im BDPh organisierten Sammlerschaft - einfach aus dem Jahresprogramm. Und kreierte stattdessen eine Briefmarke: „Für die Briefmarke“! Mit der Begründung, wie in den Pressemitteilungen nachzulesen war: „Die neue Sondermarke „Für die Briefmarke“ löst einerseits die bisherige Serie „Tag der Briefmarke“ ab, betont aber durch ihre neue Bezeichnung den Vorrang, den man diesem Medium einräumt“. Verstehe das, wer will! Zum Glück konnte dieser gravierende Fehler einige Jahre später - nicht zuletzt dank hartnäckiger Interventionen des BDPh-Präsidenten Dieter Hartig - revidiert werden. Vom Jahr 2004 an firmiert die jährliche Sondermarke wieder unter ihrem traditionsreichen Namen „Tag der Briefmarke“. Verantwortlichen im BMF sei auch an dieser Stelle für die „Rehabilitierung“ gedankt! Ebenso für die Entscheidung, im zweijährigen Turnus an dem Zuschlag zu Gunsten der „Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte“ festzuhalten. Mit den Erlösen aus diesen Zuschlägen fördert die Stiftung regelmäßig bedeutsame philatelistische Aktivitäten und Publikationen.
Runde Jubiläen
Zur Erinnerung an den l. Tag der Briefmarke 1936 in Berlin fand am 10. Januar 1986 im Berliner Europa-Center (Hotel Palace) eine Festveranstaltung mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Philatelie statt. Dort zeigte der BDPh erstmals seine Jubiläums-Schau „50 Jahre Tage der Briefmarke“, die anschließend durch fast 50 Städte in der Bundesrepublik auf Wanderschaft ging. Am 15. Oktober 1986 präsentierte Bundespostminister Dr. Christian Schwarz-Schilling in Hannover, dem „Geburtsort“ des Bundes Deutscher Philatelisten, die grafisch überzeugende Sondermarke zum 50jährigen Jubiläum „Tag der Briefmarke“. Damit übergab erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein Bundespostminister persönlich dem Spitzenverband der Philatelie „seine“ Briefmarke. In Berlin wie auch in Hannover äußerte BDPh-Präsident Dr. Heinz Jaeger die stetige Hoffnung, dass es möglichst bald zu einem gemeinsamen „Tag der Briefmarke“ diesseits und jenseits der Mauer in Deutschland kommen möge. Keiner konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass dieser Wunsch zur großen Freude und Überraschung aller Deutschen nur wenige Jahre später tatsächlich in Erfüllung ging.
Im Jahr 1996, zum 60jährigen Jubiläum, gab es im April eine Privatganzsache (Postkarte) von der Ausstellungsleitung der „Internationalen Münchner Briefmarkentage“ sowie einen kleinen Festvortrag im MOC München. Im Oktober legten die BDPh-Landesverbände Berlin und Südwest je eine Privatganzsache (Umschlag) zum Jubiläum im Rahmen der alljährlichen Gemeinschaftsaktion des BDPh zum „Tag der Briefmarke“ auf. Und Ende 1996, das sei hier ausdrücklich lobend erwähnt, widmete die Deutsche Post AG (Sammler-Service) allen Abonnenten eine „philatelistische Kostbarkeit, die Sie nirgendwo käuflich erwerben können“ (O-Ton der POST) mit einem gelungenen Überblick über die 60jährige Geschichte dieses Festtages der Briefmarkensammler „im Zeitraffer“. In diesem Jahr schien das 70jährige Jubiläum „Tag der Briefmarke“ fast schon in Vergessenheit geraten zu sein, sieht man von einem Artikel im „Briefmarken Spiegel“ (Januar 2006) einmal ab. Dann gab es aber doch noch einen einstündigen Fachvortrag im Mai im „Haus der Philatelie und Postgeschichte“ im Rahmen der Seminarreihe „Bon(n)Philatelie“ des Consilium Philatelicum.
Bleibt nun inständig zu hoffen, dass in fünf Jahren POST, Sammlerbund und Händlerverband gemeinsam - also ganz im Sinne und Geiste von Hans v. Rudolphi - das 75jährige Jubiläum „Tag der Briefmarke“ öffentlichkeitswirksam und erfolg versprechend mit einer Vielzahl von „Events“ (nicht nur für Sammler!) und einer Sondermarke „im Festtagskleid“ (Briefmarkenblock) im großen Stil und quer durchs Land feiern!
Reiner Wyszomirski (AIJP)
überarbeitet M. M.
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