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Viele Sammler können ein trauriges Lied davon singen: Bei Sauerstoffentzug - beispielsweise durch doppelt angelegte Einsteckfolientaschen- reagieren Marken besonders empfindlich. Das offenbar vermehrte Auftauchen von verfärbten Exemplaren auf dem Markt hat die Diskussion über die sachgerechte Unterbringung klassischer Briefmarken neu entfacht. Der Händlerverband APHV hat eine Kommission aus Experten der Philatelie eingesetzt, die dem Phänomen auf die Spur kommen soll. Die Kommission wird entsprechendes ungeschädigtes Markenmaterial zusammentragen und für Untersuchungen bereitstellen. Ziel ist das Erstellen eines umfassenden Gutachtens, das die Wirkung unterschiedlicher Unterbringungsmaterialien auf Briefmarken in zuvor identischer Erhaltung in simulierten Langzeit-Tests analysiert. Hier spielen auch die Beschaffenheit des Markenpapiers und andere Einflüsse eine wichtige Rolle. Der APHV wird - in Zusammenarbeit mit dem Sammlerverband (BDPh), Prüferbund (BPP) und Versteigererverband (BDB) – die Arbeit dieser Kommission veranlassen, um eine Klärung herbeizuführen und eine Verunsicherung des Marktes zu vermeiden. Es ist aber nur ein geringer Prozentsatz an Briefmarken von der geschilderten Problematik betroffen. Ein erhöhtes Risiko scheint bei Exemplaren bis etwa zum Jahre 1880 zu bestehen, die mit bleihaltigen Naturfarben, vor allem in Gelb- / Orange-Rottönen beziehungsweise auf entsprechend gefärbten Papieren gedruckt und vollständig in Folien ohne Luftzufuhr untergebracht wurden. Ausgaben aus der Zeit ab etwa 1880, die von fast 99 Prozent der Philatelisten gesammelt werden, sind nach bisherigen Erkenntnissen nicht in der dargestellten Weise sensibel für Materialeinflüsse


überarbeitet M. M.